Alchemy-Spektralelement-Effekte

Source-Komponenten werden nur in der erweiterten Ansicht angezeigt. Klicke auf die Taste „Advanced“, um zur erweiterten Ansicht umzuschalten, und dann auf die Taste „A/B/C/D“, um die Source auszuwählen, die du bearbeiten willst.

Die Spektralelement-Effekte in Alchemy bieten eine Reihe kreativer Optionen in der Engine für die Spektralsynthese. Zwei Effekt-Units sind in der unteren Hälfte der auf der Source-Unterseite angezeigten Spektralparameter verfügbar. Weitere Informationen zu anderen Spektralelement-Parametern findest du unter Alchemy-Spektralelement-Steuerungen.

Hinweis: Du musst zuerst einen Sample-Import mit einer Spektralanalyse ausführen oder im Bearbeitungsfenster „Spectral“ zeichnen, bevor du die Parameter der Spektral-Engine verwenden kannst. Weitere Informationen findest du unter Alchemy-Importübersicht und Alchemy-Bearbeitungsfenster „Spectral“.

Abbildung. Spektraleffekt-Parameter mit den Spektralelement-Effekt-Units

Spektraleffekt-Parameter

Bloom

Bloom erzeugt einen Ausstoß von Frequenzen basierend auf dem Source-Sound. Dieser Effekt benötigt etwas Berechnungszeit, um mehrere Frequenzen zu sammeln und auszulösen. Dies kann dazu führen, dass zwischen dem Spielen einer Note und dem Hören des Effekts eine Lücke entsteht.

Tipp: Probiere diesen Effekt einmal mit Einzelnoten-Samples mit starkem anfänglichem Anschlag wie bei einem Klavier aus und setze „Mix“ auf einen Wert, der den Effekt als Teil vom Rest des Sounds umsetzt.

Blur

Blur erzeugt eine Frequenzunschärfe.

Tipp: Ein melodischer Loop mit Tonhöhenvariationen ist ideal, um die Wirkung dieses Effekts am besten hören zu können.

Cloud

Cloud erzeugt einen Effekt, der am besten als Ansammlung von Frequenz-Grains beschrieben werden kann. Dadurch entsteht ein strukturierter Chorus-Effekt.

Tipp: Probiere diesen Effekt mit Stimm-Samples aus.

Gate

Gate lässt sich am besten als Kombination aus einem Rechteckwellen-LFO und einer Envelope Follower-Modulation für Frequenzen im Spektrum beschreiben. Abhängig von deinen Einstellungen und deinem Source-Material kann mit diesem Effekt entweder ein abgehakter oder ein weicherer Klang erzeugt werden.

Tipp: Drum-Loops sind ein idealer Ausgangspunkt, um sich mit den Einsatzmöglichkeiten dieses Effekts vertraut zu machen.

Glide

Glide erstellt anpassbare, sich wiederholende ansteigende Filtersweeps, die auf dem Source-Material basieren. Dieser Effekt benötigt etwas Berechnungszeit, bevor die Ergebnisse deiner Anpassungen hörbar sind.

Tipp: Bei Source-Material mit weiteren Frequenzbereichen entsteht ein ausgeprägterer Filtersweep-Sound. Weist das Source-Material hingegen wenige Frequenzen auf, kann der Effekt bei schmalen Filtern über die Frequenzbereiche zu einem einzigartigen melodischen Summen führen.

Freq Shift

Freq(uency) Shift bewegt die Spektral-Bins im Spektrum nach oben oder unten. Dadurch wird der Pegel einiger Frequenzen reduziert (oder komplett eingestellt), andere hingegen betont. Freq Shift ist ein leistungsstarkes Tool für das Sounddesign, mit dem der Sound dramatisch verändert werden kann und mit dem sich auch nicht harmonische Obertöne hinzufügen lassen.

Tipp: Probiere diesen Effekt einmal mit Einzelnoten-Samples mit starkem anfänglichem Anschlag wie bei einem Klavier aus und mische den Mix-Pegel so, dass der Effekt als Teil des Sounds eintritt.

Freq Stretch

Bei Freq(uency) Stretch handelt es sich um einen ungewöhnlichen und leistungsstarken Effekt, bei dem Spektralspitzenwerte mithilfe einer Kombination aus Alpha- und Beta-Reglern verschoben werden. Dies führt zu einer Reihe nicht harmonischer Dehnungen und Randomisierungen.

Tipp: Dieser Effekt ist stark von dem verfügbaren Frequenzbereich im importierten Sample abhängig. So sind die Alpha- und Beta-Regler zum Beispiel bei Drum-Loops über das gesamte Spektrum nützlich. Für Sprechgesang eignen sich bei den Alpha- und Beta-Bereichen kleine positive oder negative Abweichungen von der Mittelposition am besten.

Metallize

Metallize erzeugt Effekte, die an klassische Kammfilter erinnern.

Tipp: Experimentiere mit Drum-Loops, um die Wirkung der Steuerungen klar und deutlich herauszuhören.

Shimmer

Shimmer bewegt Frequenzen unterschiedlich stark und schnell, sodass entweder langsame Frequenzabweichungen oder schnellere schimmernde Sounds entstehen.

Tipp: Probiere reine Orgel-Samples, um die Ergebnisse des Effekts im Echtzeit-Spektrogramm deutlich zu sehen, insbesondere bei moderaten Tempoeinstellungen.

Shuffle

Shuffle ordnet Bin-Blöcke zufällig neu an, wodurch ein immer abstrakterer und diffuserer Sound entsteht.

Tipp: Importiere ein Glocken-Sample und beginne mit sehr niedrigen Einstellungen, um zu hören, wie sich die Steuerungen auf den Klang auswirken.

Smear

Smear findet ein Mittel zwischen Frequenzblöcken, um einen weicheren, einheitlicheren Sound zu erzeugen. Die Ergebnisse unterscheiden sich vom Blur-Effekt.

Tipp: Probiere melodisch klingende Loops mit Tonhöhenvariationen aus, um diesen Effekt zu demonstrieren.